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Die ersten Einwanderer auf Island waren Norweger, die ihre Heimat verließen, da sie dort ihre alten Traditionen, Rechte und vor allem Gesetze bedroht sahen. Die Zeit der Landnahme lag zwischen 870 und 930 (Buch von der Landnahme: Landnámabók).

Die Auswanderer brauchen eine Identität, die auf dem Glauben einer gemeinsamen Geschichte beruhte, daher konstruierten sie sich eine Vergangenheit und bewältigen dies durch ihre Literatur: zunächst wurden die Gesetze niedergeschrieben, die das Zusammenleben regelten. Dies war nötig, da es sich um eine Gesellschaft handelte, die keinen König hatte.

Die Auswanderer brauchen eine Identität, die auf dem Glauben einer gemeinsamen Geschichte beruhte, daher konstruierten sie sich eine Vergangenheit und bewältigen dies durch ihre Literatur: zunächst wurden die Gesetze niedergeschrieben, die das Zusammenleben regelten. Dies war nötig, da es sich um eine Gesellschaft handelte, die keinen König hatte.

Ab 930 galt auch in Island die Institution des Allthings. Hier traf sich einmal im Jahr die Oberschicht und beschloss Gesetzte und fällte Urteile. Deren Ausführung musste der Prozessgewinner allerdings selbst übernehmen, da es in Island keine Exekutive gab (daraus profitierten die Sagas inhaltlich sehr).

Im Jahre 1000 wird das Christentum als Religion auf dem Allthing beschlossen. Alle wurden getauft. Dies geschah allerdings vornehmlich deswegen, damit kein offener Kamp ausbrach. Somit war die Anerkennung des christlichen Glaubens eher politisch motiviert denn religiös. Die alten Praktiken und Bräuch wurden zwar offiziell verboten, doch durften sie, solange es heimlich geschähe, weiter ausgeübt werden.

Island