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Für die Betrachtung der Edda ist es unerlässlich, sich in das Gedächtnis zu rufen, dass es sich bei diesen Werken nicht um Glaubensbücher oder „heilige Bücher“ handelt. Die Eddas an sich sind schon Rezeptionen einer älteren Mythologie, aufgeschrieben, abgeschrieben und wahrscheinlich auch umgeschrieben. So lassen sich wirkliche Rückschlüsse auf Glaubensgrundlagen nur schwer bis gar nicht umsetzen. Dies schmälert den Wert der Eddas jedoch nicht. Finden sich dort doch zahlreiche Informationen über nordische Götter und Bräuche.
Vielleicht ist es so zu verstehen: Die Eddas sind nicht die Klänger jener heidnischen Zeit sondern vielmehr ist es ihr Echo, das wir heute noch vernehmen können.

Name „Edda“:
Edda bedeutet wörtlich Urgroßmutter, könnte aber auch hergeleitet worden sein aus dem Wort óðr, welches Dichtkunst bedeutet, oder auch vom Hofe Oddi, auf dem Snorri Sturluson (der Verfasser der Snorra Edda) lange wohnte, quasi „Buch von Oddi“. Eine andere Interpretation läßt das Wort Edda nahe an das Lateinische Rücken. Demnach stammt es von edo „verkünden“ ab.

Einführung Edda