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Die nordischen Mythen sind selbst nur lückenhaft überliefert, doch ist der Einfluss der germ. Sagen auf die nordeuropäischen Länder noch heute spürbar. So etwa bei den Wochennamen Donnerstag, der auf den Gott Donar (Thor) zurückgeht oder dem englischen Namen Friday, der sich auf den Götternamen Freyja bezieht.

Hauptfaktoren für die leider nur dünne Quellenlage bilden die frühe Christianisierung und die fehlende Schriftlichkeit der Germanen. Sie verfügten zwar über ein Runenalphabet - das Furthak - doch hatte dies eher mythische Bedeutung oder wurde für kurze Nachrichten verwandt. Für längere Texte war es allerdings nicht bestimmt.

Daher stammen die beiden signifikantesten Quellen für die nordische Mythologie bereits aus der Hand von christlichen Autoren aus dem Island des 13. Jh.s. Dort hatte sich das Interesse an den alten Göttern am längsten erhalten.
Diese zwei Werke tragen heute beide den Namen Edda. Zur Unterscheidung wird die eine HS gemeinhin nach ihrem Autor Snorra-Edda oder auch Prosa Edda genannt und die andere HS Lieder Edda oder auch als Codex Regius bezeichnet.
Darüber hinaus sind noch wenige vereinzelte Sagas und Skaldengedichte aus vorchristlicher Zeit überliefert.

EDDA - Die nordische Mythologie

HÄUFIG GENUTZTE ABKÜRZUNGEN

CR: Codex Regius (Lieder Edda)
HS: Handschrift
Jh.s: Jahrhunderts
SnE: Snorra Edda